Erst tasten, dann fühlen, sich befassen, den anderen – das Eigene begreifen.
Sich selbst sehen im Spiegel den Anblick ertragen oder sich dem Objektiv der eigenen Handykamera stellen.
Zeichnen aus der Vorstellung und aus der Erinnerung oder aus dem Wunsch, wie ich mich sehen will.
Im Frühsommer 2009 treffen sich 12 Menschen drei Tage lang zu einem integrativen künstlerischen Workshop mit dem Thema „Portrait": Integrativ, weil Menschen mit geistigen Behinderungen auf Menschen mit psychischen Erkrankungen treffen.
Friedrich Schiller hat gesagt: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."
Damit wendet er sich gegen die Mechanisierung und Starre in der Lebnsführung, gegen das Auseinanderdriften von Kultur und Arbeitsraümen.
Der Workshop ist ein Teil des berufsbegeleitenden, kunsttherapeutischen Programms innerhalb des GSE:
kunstraum GSE - Freiraüme zum Experimentieren mit mit der Kunst als Medium.
Das Thema „Portrait" verhilft Kontakt zum eigenen Ich zu finden, intensive Selbstberührung lässt Nähe spüren und gegenwärtiges Tun richtet den Blick auf das unverwechselbare Eigene.
„Wir halten Inne, um einfach da zu sein,
um mit der Welt und uns selbst zu sein,
wenn wir fähig zum Innehalten sind,
beginnen wir zu sehen. Uns wenn wir sehen können,
verstehen wir auch.“
THICH NHAT HANH

